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Ich bin erschöpft in dieses Jahr gestartet. Nicht nur vom endlos langen Corona-Jahr 2020. Auch die 5 Jahre davor waren mental, emotional und körperlich anstrenged für mich und meine Liebsten. Klar hatte ich mir zwischendrin Lichtinseln geschaffen. Zur Ruhe gekommen bin ich aber nicht.

Ende 2020 dann radikaler Cut und die Entscheidung für die Selbstständigkeit. Vielleicht habe ich mir deswegen 2021 als absolute Achterbahnfahrt vorgestellt. Ich wollte Action, Ups und Downs, ganz viel Neues erleben und erschaffen! Freude, Freiheit, Verrücktes erleben – so etwa ein Repeat von meinem 2009er-Japan-Jahr nur in Deutschland.

Wenn ich zurück schaue, habe ich das Gefühl: So ist es nicht gekommen. Da ist noch viel Ballast, der mich zurückhält. Einiges davon konnte ich dieses Jahr abwerfen. Für anderes habe ich die Weichen für das kommende Jahr gestellt. Aber zwischendrin gab es Highlights, damit ich auch bei der Stange bleibe und weiß, dass sich mein Weg lohnt!

Was genau meine Highlights und Tiefpunkte waren, das erfahrt ihr in diesem Jahresrückblick.


Meine Ziele für 2021 – Goals vs. Reality!

Im Business

  • Business Plan fertig, Gründungszuschuss bekommen, selbstständig machen: Daran kann ich von vorne bis hinten einen großen Haken setzen. Sogar die Verlängerung des Gründungszuschuss (+9 Monate Zuschuss zur Krankenkasse) habe ich bekommen!
  • Content Strategie & Umsetzung: Nicht mal ansatzweise. Siehe auch: Wie ich es geschafft habe, NICHTS zu posten und ALLES zu zerdenken. 😀
  • Regelmäßig Blogartikel schreiben: Genau so wenig wie Content Strategie und Umsetzung. Ich stehe mir selbst im Weg. Mit der Größe und dem Gewicht einer ganzen Gebirgskette.
  • Website fertig stellen in Q4-21: Na wenigstens hier sieht bisher alles gut aus! Könnte ich noch mehr machen? Ha, was für eine Frage, ich habe das Gefühl die Hälfte meiner Inhalte fehlt noch. Geht die Website mit dem Blogartikel zum 20.12. trotzdem online? Definitiv!
  • Freebie Ideen gesammelt: Spannend – das hat gerade für mich gar keine Priorität. Zu viel Raum nehmen die Website, meine Arbeit mit den Kunden und meine Weiterbildungen ein.
  • Weiterbildung E-Mail Marketing: Auch hier hat sich der Fokus komplett verschoben – das ist jetzt eher ein langfristiges Ziel von mir, auf Sicht von plus-minus 2 Jahren.
  • Umsatzziel aus dem Business Plan erreichen: Der schwierigste Teil des Business Plans war die akurate Umsatzprognose. Wie lange dauert es, bis ich den ersten Kunden habe? Wie lange, bis zur Vollauslastung? Wie viele Stunden kann ich bezahlt arbeiten und was ist das Verhältnis zu unbezahlter Arbeit für die eigene Firma? Dazu habe ich fast keine Informationen gefunden und deswegen ist meine Umsatzplanung einfach frei raus geraten.
    Im Rückblick habe ich 55% davon Stand 08.12. erreicht. Wenn ich bis zum Jahresende wie geplant weiterarbeite, dann liege ich tatsächlich bei 70 bis 80%! Das kommt für mich unerwartet und wäre ein großer Grund zu feiern! 😀

Privat & Persönlich

Gesundheit: 10.000 Schritte pro Tag, mehr Yoga, (wieder) anfangen zu joggen. Ich war Anfang des Jahres wirklich voller Hoffnung, dass wieder „alles gut wird“, mit meinem Long Covid Körper. Die Realität:
Ich kann maximal drei Tage hintereinander 10.000 Schritte pro Tag laufen – am vierten Tag habe ich den ganzen Tag Atemnot. 8.000 Schritte pro Tag gehen im Moment gut – Anfang des Jahres war ich bei 3.000 bis 4.000 Schritten…
Die Yoga-Stunden, die früher kein Problem waren, sitze ich jetzt zu 90% frustriert aus.
Ich habe unglaublich Lust zu joggen – aber ich trau mich nicht. Meine Lunge wird schon beim Spazierengehen in der Kälte kratzig-grummelig, da will ich ihr joggen im Winter echt nicht zumuten. Ich starte also vermutlich im März 2022?

Finanzen: Meinen ETF Sparplan wieder aufnehmen und endlich meine überteuerte Basisrente stilllegen lassen. Ich bin total happy, dass ich an beides einen Haken setzen kann!
Außerdem habe ich 2021 meine ersten Kryptos und einen Kurs zum Thema „Investieren in Immobilien“ gekauft, plus habe einige coole Einzelaktien auf meiner Buy-Liste.

Ausmisten: Meinen Papierkram der letzten 5 Jahre ordnen, den Keller radikal leer schenken und mein Zimmer hübsch machen. Naja, ich würde sagen, ich bin zwar weiter gekommen aber immer noch nicht fertig. Zur Jahresmitte hin hatte ich einfach keine Lust mehr darauf und das hat sich bis heute nicht gelegt…

Freizeit: Viel Zeit im Garten verbringen, regelmäßig Freunde treffen, Ausflüge mit Fahrrad und Auto! Tja. Ich war exakt einmal im Schwimmbad und habe mich etwa dreimal mit Freunden getroffen… Ich hoffe, 2022 geht da ein bisschen mehr! Ich habe auch so unendlich Lust, wieder zu verreisen und werde über den Jahreswechsel mal überlegen, was sich Corona-konform umsetzen lässt. Wenn ihr Ideen habt – immer her damit!


Mein Jahresrückblick 2021 – ein Wechselspiel der Gefühle!

Der erste Streich: Mein Business Plan

2021 war mein Gründungsjahr – und eine Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus kann von der Bundesagentur für Arbeit finanziell unterstützt werden. Ich hatte hier ganz großes Glück, denn meine Sachbearbeiterin war von meiner Idee total begeistert. („Sie kriege ich sonst eh nicht so leicht vermittelt!“ – Danke, klingt mein Lebenslauf etwa so „interessant“?! 😀 )

Die Förderung durch einen Gründungszuschuss bedeutet aber auch: Es führt kein Weg dran vorbei, am Business Plan. Also war mein erstes Quartal davon geprägt, den detailliertesten Business Plan EVER zu schreiben. Wirklich. Er war für eine einfache Selbstständigkeit ohne großartige Investitionskosten und mit geringem Risikio so krass lang und ausführlich, dass meine Sachbearbeiterin gesagt hat: „Wow, da haben Sie sich deutlich mehr Mühe gegeben als viele andere.“ What can I say?! Ich hab ihn im Endeffekt ja auch für mich selbst geschrieben…

Und darum ging es:

  • Meine Geschäftsidee – und wie passt mein beruflicher Hintergrund und bereits erworbene Qualifikationen dazu?
  • Meine Zielgruppe – mit wem möchte ich arbeiten und hat diese Zielgruppe Bedarf an meinen Dienstleistungen?
  • Mein Wettbewerb – wen gibt es noch, was machen die so und wie kann ich mich abgrenzen?
  • Mein Unternehmen – mit welcher Rechtsform gründe ich, welche zusätzlichen Versicherungen schließe ich ab, wie organisiere ich mich bezüglich Buchhaltung, Marketing, etc?
  • Meine Finanzplanung – das Herzstück 😀 Ich habe bisher selten mit so einer ausführlichen Excel-Tabelle gearbeitet. Ich habe – zusätzlich zur Stundensatzkalkulation – Tabs für meine privaten Ausgaben, Vorgründungskosten und Umsatzplan, Kostenplan sowie Liquiditätsplan! Und ehrlich gesagt, sitze ich jetzt schon da und denke: Hm, für nächstes Jahr solltest du dringend Teile davon überarbeiten und deine Planung anpassen!

Hat es mir was gebracht? Hier muss ich sagen: Geht so. Leider hab ich es verschusselt, mir ein Gründungscoaching bezuschussen zu lassen – das hätte mir nochmal deutlich mehr gebracht. So hat der Business Plan in einigen Bereichen Klarheit gebracht. In anderen Bereichen hat er mir ganz viele Fragezeichen aufgezeigt, die ich auch mit Internet, Recherche und Fragen nur begrenzt auflösen konnte.

Außerdem hat er mir zusätzlichen Druck gemacht, dass ich mit der perfekten Zielgruppe und dem perfekten Angebot starten muss. Dabei hat das letzte Jahr eins ganz deutlich gezeigt: Klarheit kommt durchs Tun! Über vieles kann ich noch so oft nachdenken – in der Umsetzung kommt es sowieso anders.

Er ist fertig!

So much paperwork! So many first times!

Meinen Business Plan eingereicht habe ich am 14.04.2021 – aber dann ging es mit dem Papierkram erst so richtig los…! Nicht, dass ich es unterschätzt hätte: Ich hatte mir sogar im Vorfeld eine Liste zum Abhaken erstellt, für Briefe an Krankenkasse, Finanzamt, Bundeszentralamt für Steuern, Eröffnung des Firmenkontos und des Buchhaltungsprogramms…

Nur: Jedes Mal, wenn ich dachte ich sei „fertig“, ist dann doch noch etwas Neues dazu gekommen. Und eigentlich waren es die Kleinigkeiten, die besonders viel Zeit gefressen haben. Wie zum Beispiel mein persönliches Highlight, als ich im Mai entspannt mit meinem Instagram Account starten wollte. Tja, war nix mit entspannt…

Account, Profil und Posts hatte ich vorbereitet. Welches Planungstool ich verwenden wollte, wusste ich auch. Nur die technische Umsetzung hat ECHT NICHT geklappt. Als ich dann damit fertig war, habe ich als erstes festgestellt: Karusellposts vorplanen geht mit diesem Tool nicht. Ich hab dann also direkt nochmal ein neues Planungstool aufgesetzt…

Auch abgesehen davon, weiß ich nicht, wann ich das letzte Mal so viele Dinge zum ersten Mal gemacht habe wie dieses Jahr. Ich habe:

  • Das erste Mal online mein Angebot gepostet und ein schriftliches Angebot in meinem eigenen Namen erstellt!
  • Mein erstes Kundengespräch geführt.
  • Meine erste Rechnung geschrieben und den ersten Geldeingang gefeiert!
  • Dem ersten Kunden abgesagt.
  • Das erste Mal Geld vom Firmenkonto auf mein Privatkonto überwiesen, anstatt umgekehrt.
  • Das erste mal Geld ausgegeben für Weiterbildungen und Kurse – die mir gar nix gebracht haben!
  • Und das erste Mal auf Social Media gepostet – inklusive endlosen Gedanken über meine Inhalte, Positionierung und den Sinn des Lebens!

Das führt quasi direkt zum ersten Problem:

Mein Imposter-Syndrom & ich: Wie ich es geschafft habe, NICHTS zu posten und ALLES zu zerdenken.

Eigentlich bin ich gut gestartet: Ich hatte Resonanz auf mein erstes Facebook-Posting und es hat sich direkt daraus ein Gespräch ergeben. Ich kenne meine Zielgruppe, hatte meine Instagram Posts vorgeplant und mir Gedanken über passende Inhalte gemacht. Außerdem hatte ich einen Plan, der zu mir und meinen Fähigkeiten passt: Mit Social Media starten und möglichst schnell umstellen auf einen eigenen Blog. Weniger Grafik, mehr Text – das passt besser zu mir!

Was dann tatsächlich passiert ist war leider noch nicht mal unerwartet: Seit 10 Jahren habe ich eine enge Beziehung zu meinem Imposter-Syndrom, a.ka. „Weißt du eigentlich, was du da tust?“

Also habe ich mich exzessiv gefragt: Weiß ich WIRKLICH was ich da tue? Soll ich das Knöpfchen drücken oder ist das alles Unsinn? Liest das jemand? Wäre es nicht besser, wenn es KEINER lesen würde? Haben das nicht schon hunderttausende vor mir gesagt? Ist die Schrift zu groß? Oder vielleicht an der falschen Stelle?

Und dann habe ich mich in was-wäre-wenns verstrickt. Denn ich bin leider Meister-Zerdenker und stehe mir manchmal (oft!) selbst im Weg… Ich weiß, dass das Schwachsinn ist – was allerdings die Realität keinen Deut besser macht. Ich habe hier auch kein Happy End. Ich bin nicht eines Morgens aufgewacht und habe mich so worthy gefühlt, dass ich Thors Hammer umherwirbeln konnte. Sondern ich sitze einfach jeden Tag auf’s Neue da und mache Mini-Schritte nach vorne. Manchmal ist das so.

Instagram Grid am 13.12.2021 – die Hälfte der Posts sind vom Jahresrückblick!

Mein verlorener Impf-Sommer

Ich weiß noch genau, wie lange ich überlegt habe, was ich jetzt mit der verdammten Impfung mache. Ich habe den Großteil von 2020 im Bett verbracht. Mein Corona-Verlauf war lang, eklig, wurde auch nach Monaten nicht besser – und hat eigentlich einen eigenen Blogpost verdient! Ich habe mit Kolleginnen diskutiert, die mir erklärt haben, ich hätte eine Grippe, und mit Ärztinnen, die mir erklärt haben, ich wüsste nicht wie man atmet. Und ich hatte keinen Bock auf ein Repeat in 2021.

Also habe ich erstmal gewartet: Darauf, dass es endlich verlässliche Daten gibt, zu Long Covid Patienten und ihrer Reaktion auf die Corona-Impfung. Und es gibt da einfach nichts. Ich habe gerade nochmal eine Stunde recherchiert… Zwei Studien laufen meines Wissens, da kommen dann wohl innerhalb des nächsten Jahres die Ergebnisse. Und ansonsten gibt es hier mal 400 Patienten und da mal 900 Patienten. Und irgendwo noch eine dritte Mini-Studie, mit 600 oder 800 Patienten – die finde ich gerade nicht mehr…

Damit wir uns richtig verstehen: Etwa 10% der Menschen, die an COVID-19 erkranken bekommen Long Covid. Es gibt da unterschiedliche Krankheitsdefinitionen und unterschiedliche Prozentwerte. Die 10% sind konservative und realistische Werte – auch bei Symptomen >1 Jahr. Das wären weltweit mehr als 16 Millionen Menschen mit Long Covid bzw. innerhalb Deutschlands etwas über einer halben Million. Und wir haben hier zwei popelige Studien mit weniger als 1.000 Teilnehmern – bei denen die größere davon sogar von der Patientengruppe (!!!) initiiert wurden… Wenn ich’s nicht aus der Rare Disease Ecke kennen würde, dann wäre ich jetzt fassungslos.

Da aber schon im Sommer absehbar war, dass wir in Deutschland Probleme mit unserer Impfquote bekommen, habe ich im Juli beschlossen, mich auf gut Glück impfen zu lassen und zu schauen, was passiert. Meine Impfreaktion war heftig – ich war nach beiden Impfungen 2 Wochen krank. Gleichzeitig war ich froh, dass es „nur“ Fieber und Brain Fog waren, keine erneute Lungenentzündung. Irgendwie hatte ich mich mental schon auf die Atemnot eingestellt…

Allerdings war so eigentlich den ganzen Juli und August nicht viel los mit arbeiten oder dem Output, den ich mir gewünscht hätte. („Wie kannst du dich mit chronischer Krankheit selbstständig machen, du wirst nie richtig arbeiten können. Wenn du nicht mal für dich selbst Planungssicherheit hast, was willst du deinen Kunden erzählen?“ – Hallo Imposter-Syndrom, nice to see you again.) Das Positive daran: Seitdem sind insgesamt meine Long Covid Symptome etwas weniger geworden.

Aber so kam es, dass ich in meinem ersten Gründungsjahr gleich mal zwei Monate Komplettausfall hatte. Beim Schreiben habe ich gesehen, dass es meine einzigen beiden Monate ohne Umsatz sind…

Vor dem Impfzentrum – eines der ganzen wenigen Selfies, die ich habe!

Spätsommer 2021: Von Null auf Turbo-Raketen-Tempo!

Ich weiß nicht, was für eine Art von Schalter ich umgelegt habe, aber ab September ging es dann in Lichtgeschwindigkeit los – als würde ich all meine „verlorene“ Zeit aufholen. So schnell, dass ich fast schon auf Pause drücken musste. Beworben hatte ich mich über Facebook und LinkedIn. Vielleicht war bei den Kunden dort auch die Sommerpause vorbei?

Plötzlich hatte ich jede Woche drei Kundengespräche, übernahm Probearbeiten für die ersten dieser Kunden, bekam Anfragen ohne Akquise und schrieb meine erste vierstellige Rechnung!

Dennoch haben sich weder Euphorie noch Routine eingestellt. Ich war in dem Moment einfach nur froh, dass meine Selbstständigkeit anläuft, ich einen regelmäßigen Geldeingang habe und etwas langfristiger planen kann. Mein Lieblingsmoment ist dementsprechend auch meine erste Geldentnahme vom Unternehmenskonto auf mein Privatkonto. Das ist gleichzeitig meine erste Überweisung mit dem Betreff Geschäftsführergehalt!

Durch den krassen September und Oktober war ich für das letzte Quartal des Jahres mental entspannt genug, mich endlich zwei großen Themen anzunehmen: Website und Weiterbildungen.

Website Launch: Was habe ich mir nur DABEI gedacht?!

Mein Business Plan spricht klare Worte: Bis Ende des Jahres habe ich eine eigene Website mit integriertem Blog. Was hab ich mir dabei nur gedacht?! Das ist ein klarer Fall von Crazy Goals!

Fairerweise: Ursprünglich wollte ich meine Website gar nicht selbst erstellen. Ich habe keine Erfahrung mit WordPress oder Webdesign – und auch kein Interesse daran, es zu lernen. Nur weiß ich jetzt schon, dass sich meine Positionierung im Laufe des kommenden Jahres noch festigen und im Rahmen dessen wahrscheinlich mehrfach ändern wird. Außerdem habe ich noch keine guten Business Fotos von mir und über die gewünschten Inhalte der Website bin ich mir auch noch nicht im Klaren.

Warum Geld ausgeben, wenn klar ist, dass innerhalb der nächsten 12 Moante große Überarbeitungen anstehen? Also habe ich mich hingesetzt – mit der wunderbaren Nina von Breezing Creations, meiner liebsten Business Buddine – und habe meine Website selbst erstellt.

Mit der Veröffentlichung dieses Blogposts geht auch die Website live. Für mich ist das ein Meilenstein. Ich werde es feiern – mindestens mit Kuchen, wenn nicht gar mit Sekt!

Startseite meiner Website am 20.12.21: Die Angebotseite steht im Word-Dokument, die Über-Mich-Seite hab ich wieder rausgenommen weil akuter Zeitmangel… Ich habe also einen Onepager mit Blog 😀

Best Business Buddies: Das beste an meinem Jahr sind die Menschen darin!

Ich bin vom Typ her eher introvertiert. Ich brauche nicht so viele soziale Kontakte, bin gerne daheim und fühle mich von großen Menschengruppen schnell überfordert. Trotzdem (und aus meiner persönlichen Studiums-Erfahrung heraus) war mir klar, dass ich mich so schnell wie möglich mit anderen Freelancern vernetzen muss.

Es wird sehr schnell sehr einsam, wenn man jeden Tag im Home Office sitzt während alle anderen Freunde 9-to-5 arbeiten. Auch können meine alten Freunde viele meiner Herausforderungen nicht gut nachvollziehen. Der Gedanke, dass ich eine eigene Firma haben kann – und dann auch noch online – ist für sie fremd.

Ich wollte zusätzliche Menschen in meinem Leben, die meine Probleme selbst erlebt haben. Die auch frisch in die Selbstständigkeit starten und nicht komisch schauen, wenn ich von Instagram als Marketingkanal rede. Die mich unterstützen, mit denen ich mich zum Co-Working verabreden kann, die meinen Content gegenlesen können und die meine Erfolge feiern – weil sie wissen, was es bedeutet.

Und ich bin einfach nur dankbar, dass ich es mit Nina, Theresa und Magdalena innerhalb weniger Monate geschafft habe, eine Netzwerk an tollen Frauen um mich zu versammeln! Wir bringen uns gegenseitig auf neue Ideen und feiern die anderen heftiger als sie es selbst tun würden. Dazu können wir auch mal sagen „Wenn ich an meinen aktuellen Umsatz denke, rutscht mir das Herz in die Hose“. Oder „Wie hast DU eigentlich diesen Behördenkram geregelt?!“

Spoiler für 2022: Deswegen freue ich mich im nächsten Jahr am meisten darauf, was in der Workation mit Nina an Ideen entstehen werden!


Mein Jahr 2021 in Zahlen

  • Instagram: 18 Posts, 97 Follower.
  • Website: Naja, bisher Null Besucher – sie ist ja noch ganz neu. Sie ist bisher auch nur spärlich mit Inhalten gefüllt und ohne Claim. Ich bin sehr gespannt, wie viel sich da im kommenden Jahr verändern wird!
  • Umsatzstärkster Monat: November (spannend, hätte eher auf Oktober getippt…)
  • Mit so vielen Kunden gearbeitet: Insgesamt 5, davon 3 regelmäßig!
  • Katzenfotos vs Gartenfotos: 196 Katzenbilder vs 202 Gartenbilder! Unglaublich, das muss sich im nächsten Jahr ändern!


Was war sonst noch so los in 2021?

Ich habe so viele Katzenfotos auf meinem Handy! Ständig schläft, klettert oder schnurrt irgendwo eine Miez. Der rote Herr ist unser Kater und…
…die schwarze Miez ist unsere schüchterne Katzendame.
Mein Impflingsarm! Jeder Impfling hat einen Bändel bekommen – rot für Moderna, grün für Biontech. Dann durften wir uns nach Farben getrennt anstellen. Ich fand alles – vom Bundeswehrmann, der meine Personalien aufgenommen und mir den Bändel gegeben hat, über den Aufklärungskurzfilm bis zum Arztgespräch – sehr lustig.
Wir haben kein Unkraut gejätet sondern einfach alle Mohnblumen aufgehen lassen. Von Mai bis in den Juli hatten wir ein rotes Meer an Mohnblüten vor der Haustür.
Wir haben einen super-tollen neuen Grill gekauft! Für Leute, die selten grillen, keine Lust auf großen Aufwand haben und wollen, dass es schnell geht!
Und außerdem ist endlich meine geliebte Paellea-Pfanne wieder in Benutzung!
Unser Katzenschloss ist fast fertig! Nächtes Jahr wird es noch angemalt.
Wir haben es im Oktober noch geschafft und unser erste Hochbeet steht! Ansonsten war 2021 nämlich kein gutes Gemüse-Jahr: Die Schnecken haben sämtliche Zucchinis vor uns aufgefuttert und die Tomaten hatten wir zu spät raus gesetzt.
Anfang Dezember (1 Woche zu spät!) gab es im kleinsten Kreis ein Thanksgiving Dinner bei meiner besten Freundin. Thor, the Turkey, war ein Puter mit dem Rekordgewicht von 15 Kilo – und das Essen wie immer das beste Essen des Jahres!
Kurz vor Weihnachten noch ein neuer 3D-Drucker fürs Lieblingsmenschi <3


Ausblick 2022: Meine Ziele fürs kommende Jahr

  • 52 Blogposts in 52 Wochen: Man soll sich große Ziele stecken – und größer geht es wohl kaum noch…! Einige Themen weiß ich schon, vieles wird sich sicher im Laufe des Jahres ergeben. Ich bin gespannt, ob ich die 52 tatsächlich erreiche!
  • Mitgliedschaft im Texterverband: Ich denke, das spricht für sich selbst. Auch das wird ein gemeinsames Projekt mit der lieben Nina – genau wie unsere geplante…
  • Workation in Q2-22! Ich freue mich mega drauf und bin sooo gespannt, wie es wird, was für Ideen und Konzepte wir entwickeln und wo wir uns überhaupt treffen!
  • Videomarketing ausprobieren – ich hab total Lust auf Reels! Das wird sicher einiges an Überwindung kosten und kommt daher bestimmt auch erst Mitte des Jahres dran. Die Ideen kommen mir sicher schnell – allerdings fehlt mir komplett das technische Wissen dafür. Das bedeutet also auch zuerst einlesen, dann ausprobieren. Wie gut, dass es mein nächstes Ziel gibt!
  • 2 Tage im Monat nur für Business-Entwicklung und Konzeption freihalten. Ich habe diesen Monat ganz deutlich gespürt, wie sehr mir die Zeit für Planung und Entwicklung fehlt, wenn ich meinen Fokus auf die Kundenarbeit setze. Damit mir das nächstes Jahr nicht so geht, werde ich mir gezielt Zeiten im Kalender blockieren – konkret jeden zweiten Freitag – an denen ich nur an mir und meiner Firma arbeite. Darauf freue ich mich schon!
  • Bis zum Ende des Jahres mein erstes Mini-Produkt entwicklen. Ich kann euch ganz ehrlich sagen: Ich weiß noch gar nicht, wo das hinführt und ob ich das tatsächlich umsetze. Das ist auch völlig egal – nur wenn ich es in die Zieleliste mit aufnehme, habe ich die Möglichkeit Ideen zu entwickeln!
  • In 2022 das Meer sehen! Ich habe so Sehnsucht nach dem Reisen...