Seite wählen

Wenn du mit dem Bloggen startest, fragst du dich vielleicht auch: Wie sollst du vorgehen, wenn du einen Blogartikel oder Blogpost schreibst? Wie schreibst du einen „richtigen“ Blogartikel? Was solltest du beim Aufbau deines Blogartikels beachten? Und – diese Frage habe ich schon ganz oft gehört – sollst du den Blogartikel in einem Rutsch schreiben oder ist es normal, eine Pause zu machen?

In kurz: Wie entsteht eigentlich so ein fertiger Artikel?

Deswegen möchte ich in diesem Artikel eine Möglichkeit mit dir teilen, wie du deinen Schreibprozess gestalten kannst. Klar gibt es auch andere Möglichkeiten – aber dieses Vorgehen funktioniert für mich fast immer, um schnell ins Schreiben zu kommen.

Notiere die Idee des Ganzen: Was willst du mit dem Artikel eigentlich sagen?

Ganz am Anfang, noch bevor du mit dem Schreiben beginnst, notierst du dir die Grundidee deines Blogartikels. Das muss weder ausführlich werden noch hübsch aussehen – dein Ziel ist es, beim Schreiben einen roten Faden zu haben an dem du dich entlanghangelst. Und das funktioniert am besten, wenn du dir vorher ein klares Thema für den Blogartikel überlegst.

Wenn du die Grundidee aufgeschrieben hast, sieht das vielleicht so aus: Tipps, um schneller zu bloggen oder Was tun gegen Perfektionismus beim Bloggen? Obwohl das jeweils nur ein Satz ist, zeigt dieser schon konkret das Problem oder die Fragestellung, auf die du in dem Artikel eingehst.

Wenn du deine Schreib-Ideen vorher schon irgendwo notierst – zum Beispiel auf Post-Its, in einer Excel-Datei, in Trello oder direkt in WordPress – dann kannst du natürlich darauf zurückgreifen und dir einfach von dort ein Thema auswählen.

Teile deine Idee in einzelne Bullet Points auf

Als nächstes notierst du dir die groben Inhalte des Blogartikels in Form von Bullet Points. Frag dich dabei:

  • Was gehört in diesen Artikel, damit ich das Thema vollständig behandle?
  • Welche Aspekte sind mir wichtig?

Hier geht es nicht um einen guten Ausdruck: Du erschaffst dir eine Struktur auf dem Papier, mit der du arbeiten kannst und die dir nach einer Schreibpause hilft, wieder ins Thema zu finden. Außerdem stellst du so sicher, dass du dich beim Schreiben nicht verzettelst und plötzlich bei einem ganz anderen Thema landest.

Starte mit dem einfachsten Thema

Denkst du auch, dass du einen Blogartikel von oben nach unten runter schreiben sollst? Am besten noch in einem Rutsch und direkt der erste Entwurf wird perfekt?

Das ist völliger Quatsch – Schreiben ist ein Prozess und der erste Entwurf eines Textes ist oft ganz schöner Mist!

Wenn es dir schwerfällt, mit dem Anfang zu starten, dann schreibe doch die Mitte zuerst: Wähle dir den Bullet Point aus, der dir am leichtesten fällt und starte mit dem. Anschließend machst du wieder genau dort weiter, wo es für dich gerade passend ist. So musst du weniger überlegen und hast schneller die ersten Sätze auf dem Papier stehen.

Vergiss die Pausen nicht!

Je nachdem, wie groß das Thema ist und wie lang der Artikel werden soll, kann es mit dem Schreiben auch länger dauern: Ein einziger Blogartikel kann zwischen einer Stunde und 10 Stunden Schreibzeit benötigen. Es ist völlig okay, ihn nicht an einem Stück zu schreiben.

Achte darauf, wenn du müde wirst: Wenn du mehr Text löschst, als du neuen Text schreibst oder dich ständig von deinem Handy ablenken lässt, dann ist es Zeit für eine Pause!

Das Geschriebene gegenlesen, durchstreichen, ergänzen, verschieben

Wenn du zu jedem der einzelnen Bullet Points etwas notiert hast, bist du fertig mit dem ersten Entwurf – aber nicht fertig mit dem Blogartikel. Denn jetzt beginnt die Feinarbeit. Ein guter Startpunk dafür ist nach eine Schreibpause: Du gehst mit frischem Blick an deinen Artikel heran und kannst begutachten:

  • Bist du mit der Struktur zufrieden?
  • Ist inhaltlich alles Wichtige erwähnt?
  • Wie gefällt dir der Text und Schreibstil?
  • Sind die Übergänge zwischen den Abschnitten stimmig?

Dies ist auch der Moment, in dem du es bemerkst, wenn einer deiner ursprünglichen Unterpunkte zu groß ist. Lösche den Text aus diesem Dokument – und speichere ihn dir in einer separaten Datei ab. Denn daraus kannst du sicher zu einem anderen Zeitpunkt einen eigenen Blogartikel schreiben.

Ergänze am Ende Einleitung und Schluss

Einleitung und Schluss sind wie ein Rahmen für deinen Text. Du benutzt sie, um die Leser*innen abzuholen, auf den Inhalt vorzubereiten und um ganz am Ende alles nochmal auf den Punkt zu bringen. Deswegen schreibst du sie am besten erst ganz am Ende, wenn du den restlichen Inhalt bereits fertig hast.

Dafür reflektierst du nochmal: Okay, worum geht es konkret und welche Fragen kommen dazu auf? Vielleicht fällt dir eine passende Geschichte ein, mit der du startest. Und für den Schluss eignet sich deine persönliche Meinung super als Fazit und Zusammenfassung.

Wie klingt der Titel und was ist mit den Zwischenüberschriften?

Wenn du zu allen Bullet Points etwas geschrieben hast und auch mit den Inhalten an sich zufrieden bist, dann geht es an die Zwischenüberschriften. Die helfen den Menschen, die deine Blogartikel lesen, dabei sich in deinem Text schnell zurecht zu finden und machen ihn angenehm zu lesen.

Sie sollten auf den ersten Blick die Frage beantworten: Worum geht es in diesem Absatz?

Um die Zwischenüberschriften zu formulieren, nimmst du dir deine Bullet Points vom Anfang zu Hilfe nehmen. Oft kannst du sie ohne viel Aufwand in eine passende Zwischenüberschrift umwandeln.

Erst wenn die Zwischenüberschriften stehen, setze ich mich an die Überschrift für meinen Blogartikel. Die Überschrift ist dazu da, deine Leser*innen neugierig zu machen. Von ihr sollen sie richtig Lust auf den Artikel bekommen und diesen anklicken. Um sie davon zu überzeugen hast du nur wenig Zeit. Deswegen sind gute Überschriften für deine Blogartikel so wichtig.

In meinem Blogartikel „Gute Überschriften schreiben“ bekommst du weitere Tipps dazu, worauf du hier achten kannst.

Pause machen. Drüber schlafen. Fehler finden.

Eigentlich veröffentliche ich keinen Text, ohne vorher eine Nacht drüber geschlafen zu haben. Je öfter ich meinen eigenen Text lese, desto komischer klingt er für mich. Nicht nur mit dem Inhalt bin ich dann unzufrieden – auch Rechtschreibfehler nehme ich gar nicht mehr wahr!

Deswegen ist mein Tipp an dich: Wenn du mit deinem Text fast fertig bist, lass ihn nochmal für eine Nacht (oder eine lange Pause) liegen. Dann liest du ihn ein letztes Mal durch und machst den Feinschliff: Letzte Rechtschreibfehler ausbessern, hier und da noch einen Absatz ergänzen, vielleicht noch die Überschrift anpassen – und dann bist du bereit für den „Veröffentlichen“ Button.